Opferbereitschaft zum Wohle aller.
Dies konnte man in dem emotionalen Vortrag beim heutigen Treffen in der preußischen Rheinprovinz hautnah spüren. Die Taten eines einzelnen während der Befreiungskriege veranschaulichen, welche Opfer die Preußen zum Wohle der Deutschen, zu erbringen bereit waren.
Der Vortrag handelte von Carl Theodor Körner, einem jungen Gelehrten und Dichter dieser Zeit. Ein Mann, der 1813, mit gerade mal 21 Jahren, pflichtbewußt als Freiwilliger im Freikorps der Lützowschen Jäger für die Befreiung kämpfen und seinen Beitrag leisten wollte.
Die Zuhörer aus dem XXI. und II.B. Ak.-Bezirk lauschten bewundert der Geschichte dieses Mannes, der ohne jede militärische Vorbildung oder Erfahrung klar erkannte, was zu tun war. Sein Opfer war nicht weniger als sein eigenes Leben.
Am Mittag des 26. August 1813 traf er in Gadebusch (Mecklenburg-Schwerin) auf die französischen Dragoner. Bei diesem hitzigen Gefecht wurde er von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Kameraden berichteten, daß er sich direkt wieder aufraffte und den Kampf für Frieden und Freiheit weiterführen wollte, jedoch brach er kurz darauf unter einer Eiche zusammen und starb an Ort und Stelle.
Sein Opfer und seine Tat verklärten ihn als „Sänger und Held der Befreiungskriege“.
Seine Gedichte und sein früher Tod machten ihn zu einer Art Märtyrerfigur für den Deutschen Einheitsgeist.
Der Vortrag ließ nicht nur dem Redner den Atem stocken, sondern auch einem Teil der Anwesenden, während und nach dem Vortrag, die eine oder andere Träne über die Wangen, als Zeichen der Verbundenheit zu diesem edlen Geist, rollen.
Opferbereitschaft heute?
Einem jeden ist klar, das die Opfer, die einst erbracht wurden, in Art, Weise und Umfang, nicht derer gleichen, welche das Streben nach Frieden und Freiheit und dem Erbe unserer Ahnen gleichen.
Doch jeder Schritt und jedes noch so kleine Opfer wird sowohl zum Heil der gesamten Nation beitragen als auch zu Frieden und Freiheit, dem Ende dieses über 110 Jahre andauernden Weltenbrandes, führen.
Im späteren Verlauf des Treffens wurden die nächsten wichtigen Schritte für alle drei Ak.-Bezirke (welche gemeinsam Aktionen, Projekte und vor allem Hilfsdiensttreffen) detailliert besprochen und insbesondere für das kommende Quartal sowie den Start in das neue Jahr 2026 beschlossen. Wie stets stand die Gemeinschaft und das gemeinsame Voranschreiten im Vordergrund.
Denn nur gemeinsam kann das Unheil, das Unrecht dieser Welt gebannt und der Raum für Frieden und Freiheit geschaffen werden.