Hilfsdiensttreffen mit anschließender Wanderung zum Gedenkstein an Preußens Erhebung.

Am 11. Februar 2023 fand ein Treffen im Ak.-Bezirk XXI in der Region Kreuznach statt. 13 Hilfsdienstkräfte aus den benachbarten Ak.-Bezirken XXI und II. B und zwei Vierbeiner haben sich auf einem Wanderparkplatz zwischen Bockenau und Steinhardt eingefunden, um einen Spaziergang zu einer historischen Stätte zu unternehmen.

Nach einer 30-minütigen Wanderung durch den Wald mit allerlei Sehenswertem kamen die Hilfsdienstkräfte schließlich an ihrem Ziel, dem Gedenkstein „Zur Erinnerung an Preußens Erhebung 1813 – 1815“, an.

Nach der Ankunft hielt eine Hilfsdienstkraft eine informative Rede über die Zeit der Unterdrückung durch den französischen Kaiser Napoleon und dem Beginn der Befreiungskriege, endlich wurde der lesenswerte und für heutige Zeiten bemerkenswert klare Text auf der Holztafel nebst dem Gedenk­stein zitiert:

Dieser Gedenkstein, der im Jahr 1913 von der Gemeinde Waldböckelheim errichtet wurde, erinnert an die Freiheitskriege 1813-1815, die Deutschland und Europa von der Herrschaft Napoleons I. befreiten. Napoleon hatte das gesamte linksrheinische Gebiet Frankreich einverleibt, außerdem seine Herrschaft über ganz Deutschland und weite Teile Europas gewaltsam erweitert. Sein Versuch, auch Rußland noch zu unterwerfen, scheiterte 1812. Er konnte sich nicht in Moskau halten, seine ,,Große Armee“ wurde auf dem Rückzug fast völlig vernichtet. Den nun folgenden Umschwung leitete der preußische General v. York mit der Konvention von Tauroggen ein. Für sein Korps, das der „Großen Armee" zugeordnet war, schloß er am 30.12.1812 einen Waffenstillstand mit den Russen, selbstständig ohne Zustimmung König Friedrich Wilhelms III. Diese Tat war ein Signal. Der langersehnte Wunsch, das napoleonische Joch abzuschütteln, brach überall durch. Schließlich entschloß sich auch der König v. Preußen zum „Aufruf an mein Volk“, das mit Begeisterung den Befreiungskampf aufnahm - ohne Unterschied von Herkunft, Beruf oder Alter. Preußen, Rußland und Österreich schlugen Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig, 16. bis 19. Okt. 1813, im Jahre darauf war Friede. Napoleon wurde abgesetzt und mußte ins Exil nach Elba. 1815 kehrte er von der Insel zurück, nahm erneut den Kampf auf gegen Europa und wurde in der Schlacht von Belle Alliance (Waterloo) am 18.6.1815 vernichtend geschlagen. Dabei werden die Engländer von Wellington geführt, die Preußen von Blücher, dem „Marschall Vorwärts“, und von Greisenau, dem eigentlichen Überwinder Napoleons im Felde. Der Korse, auf der Insel St. Helena verbannt, starb 1821.

Geschichtliche Aufstellung von Herrn Obert Eberhard Hahn.

 

Im Anschluß fand bei Kaffee und Keksen ein gemütliches Beisammensein statt, bevor sich schlußendlich zurück durch den Wald auf den Weg nach Hause gemacht ward.

Zurück