Bewegender Jahresauftakt.
Am Sonntag Nachmittag, den 11. Januar 2026, versammelten sich im kleinen, vertrauten Kreise einige Kameraden zu einem Arbeits- und Gedankenaustausch, welcher, obgleich ohne äußeren Aufwand, von besonderer innerer Bedeutung war. Die Zusammenkunft vollzog sich in ruhiger, häuslicher Umgebung und wurde von schlichter Bewirtung bei Kaffee und Kuchen begleitet.
Neben der Erörterung dienstlicher Pflichten und Klärung von Fragen rückte ein feierlicher Vorgang in den Mittelpunkt des Nachmittags. Eine Hilfsdienstkraft erklärte Ihren Willen zum Eintritt in eine Stelle des vaterländischen Hilfsdienstes und leistete den freiwilligen Eid. Der Eid erfolgte gemäß seinem überlieferten Wortlaute unter Anrufung Gottes, des Allmächtigen, und wurde in ernster Haltung und ohne äußere Ausschmückung gesprochen.
Die Anwesenden bezeugten den Vorgang in stiller Sammlung. Danach wurde der neue Kamerad durch Händedruck beglückwünscht. Zugleich erhielt er zur Aufnahme seiner Arbeit die Plakette des vaterländischen Hilfsdienstes, welche ihm angesteckt wurde und fortan seine freiwillige Mitarbeit kennzeichnet. Das Zusammensein war getragen von einem Ton ruhiger Entschlossenheit und gegenseitiger Achtung. Ohne laute Worte, doch mit fühlbarer Ernsthaftigkeit, schloß der Nachmittag, der den Anwesenden als Ausdruck persönlicher Bindung an Pflicht in Erinnerung bleiben dürfte.
Im Anschluß soll hier ein Gesangstext vorgestellt sein, dessen Wortlaut nachstehend als zeitgenössisches Zeugnis und Weitsicht auf das, was mit Zuversicht kommen wird,
angesehen werden darf. Der Text entstammt aus der Feder des Kameraden Christian K.
Tritt an Du deutsches Herz.
"Tritt an Du deutsches Herz."
Die Zeit ist nah, der Ruf erschallt –
Aus tiefem Leid, aus stummer Gewalt.
Wo Bruder steht an Bruders Seite,
Kehrt heim das Licht in alter Weite.
Tritt an, du deutsches Herz, erwache!
Der Kaiser wartet mit starker Hand.
Der Hilfsdienst hebt sich ohne Rache –
Freiwillig für das Vaterland!
Nicht Stahl, nicht Schwert – das Herz, das Werk,
Sind heut des Reiches schönstes Merk.
Wer treu im Dienst dem Guten lebt,
Der ist’s, der morgen Heimat hebt.
Tritt an, du deutsches Herz, in Treue!
Die Stunde ruft mit lautem Schlag.
Wer mit uns geht auf rechter Neue,
Der bringt zurück den goldnen Tag!
Unrecht blüht, wo keiner spricht.
Doch Wahrheit wächst aus Pflicht und Licht.
Wer will, daß Frieden wiederkehrt,
Sei bei uns – und sei unversehrt!
Drum melde dich, sei nicht zu spät –
Der Kamerad schon bei uns steht.
Ein Volk, ein Wille, ein Gedicht –
Der Friede kehrt durch deutsches Licht.
Tritt an, du deutsches Herz, erhebe
Den Blick zur Standarte im Wind!
Ein neues Reich, das für Recht lebe –
Wo wir als Brüder wieder sin.