Wander-Hilfsdiensttreffen mit Vortrag in der Wutachschlucht.

Zu einer abwechslungsreichen Wanderung bei schönem Wetter trafen sich am 16. April 2022 mehrere Badener (und jene, die es noch werden wollen) an der Grenze der Amtsbezirke Bonndorf und Neustadt (Großherzogtum Baden) in der naturbelassenen und abenteuerlichen Wutachschlucht.

Punkt 10 Uhr war Start in der "Schattenmühle", von wo aus wir Richtung Bad Boll flußabwärts gingen. Nach etwa 2 Stunden an plätschernden Wasserfällen und moosigen Steinen entlang, erreichten wir das ehemalige Kurbad, welches in den letzten 100 Jahren leider nicht erhalten geblieben ist. Zur körperlichen Ertüchtigung und aus geschichtlicher Neugier erklommen wir eine kleine Ruine. Gespräche über gesunde Wildkräuter, Gedanken über alte (Gemarkungs-?)Steine und ein Gedenkstein eines auf den Tag genau vor 70 Jahren abgestürzten Jungen sorgten für Momente des Staunens und des Innehaltens. Zurück im ehemaligen Kurbad kehrten wir der Schlucht den Rücken, um oberhalb der Schlucht an einem gemütlichen Ort Rast zu machen.

Zur Mittagspause kamen weitere Interessenten in unsere Runde, die dann aus 20 Menschen bestand, um dem informativen Vortrag einer belesenen Hilfsdienstkraft zu lauschen. Im Kontext der Erfahrungen der Gegenwart wurde die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung des Kaiserreiches besprochen, mit den damit verbundenen Rechten, welche bis heute für uns wichtig sind. Durch professionelle Beantwortung vieler Fragen konnten wir bei einigen den Sinn und Zweck des Vaterländischen Hilfsdienstes herauskristallisieren.

So ergaben sich auf der Rückreise durch die Schlucht am sogenannten Kreuzweg noch viele anknüpfende herzliche Gespräche. Zwei von uns scheuten sich nicht davor, unterwegs die Füße ins kalte Wasser zu stecken und den restlichen Weg barfuß zu laufen. Am Ausgangspunkt wieder angekommen gab es für uns eine leckere Stärkung auf der Sonnenterrasse.

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